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Reisebericht von Hendrik

Aus Rabat (Malta) als Kaufmann für Tourismus und Freizeit bei The Wignacourt Museum

29.11.2016
Reisebericht von Hendrik
Welche Aufgaben wurden Dir in der Abteilung übertragen und entsprachen sie Deinen persönlichen Vorstellungen?

In meiner Zeit im Wignacourt Museum hatte ich 2 Hauptaufgaben. Zum einen stand ich am Eingang und befragte Gäste mit Hilfe eines Fragebogens zu Ihrem Besuch und darüber, wie sie das Museum erreicht und gefunden haben. Gleichzeitig gab ich vielen Passanten Auskunft den Dingen, die sie dort besichtigen können. Oftmals durfte ich auch an der Kasse sitzen und dort die Gäste beraten, Audio Guides einstellen und Tickets aushändigen. Vor Beginn meines Auslandspraktikum hatte ich bereits mit solchen Aufgaben gerechnet und etwas Respekt davor gehab, jedoch schon nach meinem ersten Arbeitstag mich schnell damit zurechtgefunden und mit der Zeit immer mehr Gefallen daran gefunden, da man ständig mit Menschen aus verschieden Ländern in Kontakt trat. Ab und zu wurde ich auch mit einfachen Statisitkaufgaben.

Wo hast du gewohnt? Wie bist Du mit Deinen Mitbewohnern klar gekommen?

Untergebracht war ich in einem Haus bestehend aus mehreren Apartments in Attard. Zusammen mit 2 Italienerinnen teilte ich mir ein Apartment, das Platz für bis zu 6 Personen bot. Während diese sich ein Bad teilen mussten, hatte ich ein eigenes direkt anliegend an meinem Zimmer, was ich sehr zu schätzen wusste. Leider war es schwer, sich mit den beiden zu verständigen, da diese kaum Englisch sprechen konnten. Der Rest des Hauses war ebenfalls in fester Hand von Italienern, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war, jedoch nicht weiter tragisch. Mein Glück war es, dass unter ihnen zwei Jungs mit brasilianischen und pakistanischen Wurzeln befanden, die mich immer mit einbezogen und perfektes Englisch konnten, was bei Ausflügen mit der gesamten Truppe die Verständigung leichter machte. Besonders spaßig war es, zu erfahren, wie die Deutschen von Italienern wahrgenommen werden und welche Vorurteile bestehen. Aber auch andersrum war es witzig zu sehen, dass an einigen Klischees wie beispielsweise dem vielen Pizza und Pasta essen tatsächlich etwas dran ist.

Wie hast Du Dich durch das Praktikum im Ausland weiterentwickelt?

Durch das Praktikum konnte ich neue Erfahrungen in meiner Berufsbranche sammeln und mich mit Leuten unterschiedlichster Herkunft austauschen. Dabei habe ich neue Eindrucke zu anderen Kulturen gesammelt und konnte meine Englischkenntnisse vertiefen. Es war sehr interessant zu sehen, wie sich das Leben, speziell das Arbeitsleben, auf Malta gestaltet und wie offen und gastfreundlich sich die Malteser gegenüber Fremden präsentieren. Zu schätzen wusste ich auch das gemeinschaftliche Auftreten der Italiener, was stark an eine große Familie erinnerte. So konnte man für sich selbst einiges mitnehmen.
Ich bin froh, diese Erfahrungen sammeln zu dürfen und kann nur jedem ein Auslandspraktikum empfehlen.

Highlights

Highlights

  • viele Erfahrungen im Umgang mit Kunden
  • nette und sympathische Kollegen
  • Zusammentreffen vieler verschiedener Kulturen und Nationen
  • Zeit für Ausflüge (z.B. nach Gozo Island)
Downsides

Downsides

  • relativ späte Information über Arbeitsplatz
Facts

Facts

  • Ich habe vor Ort ca. 200-300 € zusätzlich ausgegeben.
  • Verständigungsprobleme mit den Einheimischen vor Ort: selten
  • Ich würde immer wieder gern noch einmal fahren.
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