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Reisebericht von Lena

Aus Derry (Vereinigtes Königreich (UK) & NordIrland) als Kauffrau für Tourismus und Freizeit bei VOID Gallery

12.10.2017
Reisebericht von Lena
Welche Aufgaben wurden Dir in der Abteilung übertragen und entsprachen sie Deinen persönlichen Vorstellungen?

In 5 Wochen Praktikum saß ich die meiste Zeit vorne an der Rezeption. Erst dachte ich, dass würde mich bezüglich meiner Englischkenntnisse ziemlich überfordern. Schließlich ist man an dieser Stelle für die Kundenbegrüßung, Beantwortung ihrer Fragen und Verabschiedung mit Small Talk zuständig. Da aber am Tag ca. 5-15 Besucher im Durchschnitt kamen, war es sehr entspannt.
Hin und wieder habe ich Anrufe weitergeleitet und Bücher verkauft. Ansonsten habe ich sich täglich wiederholende Aufgaben ausgeführt (Post holen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bilder, Rollstuhllift kontrollieren,...).
Vor den Workshops habe ich geholfen, den Process Room vorzubereiten und ihn danach aufgeräumt.
Am Anfang habe ich vor allem Putz- und Aufräumaufgaben bekommen und mich erst wie eine Zweitputzfrau gefühlt. Das war nicht so toll... Aber später habe ich eher mit Excel-Listen gearbeitet und hauptsächlich Adressen und Ansprechpartner gesucht.
Die Arbeit war jetzt nicht wahnsinnig abwechslungsreich, das lag aber auch wohl daran, dass die Gallerie nacher ihre Ausstellung geschlossen hatte. Meine Kolleginnen haben sich dennoch bemüht, mir möglichst abwechslungsreiche Aufgaben zu geben, was ich sehr schätze. Generell ist das VOID-Team wunderbar und auch die andere Praktikantin, die über meine Zeit da war.

Wo hast du gewohnt? Wie bist Du mit Deinen Mitbewohnern klar gekommen?

Gewohnt habe bei Carmel Mc Veigh. Sie ist wunderbar! Sie ist sehr lieb und gibt sich Mühe, dass es einem bei ihr gefällt. Ihre Enkelin Jessica war fast auch jeden Tag dort. Auch sie ist sehr lieb, generell die ganze Familie ist lieb! Diese ist nämlich sehr oft zu Besuch da. Schade war, dass man irgendwie kaum Kontakt hatte... Eigentlich hat man sie nur in der Küche beim Kochen gesehen, gegessen haben sie dann aber getrennt im Wohnzimmer. Trotzdem habe ich sie wirklich ins Herz geschlossen.
Das Zimmer war nicht sonderlich groß, dafür aber sehr gemütlich und ganz im Ernst: Es reicht dicke! Meistens ist man ja doch mit seinen Freunden unterwegs.
Was mich ein bisschen gestört hat war, dass ich eigentlich nichts wirklich selber machen durfte... Meine Wäsche, mein Abwasch, alles sollte ich immer stehen lassen. Das ist ja lieb, aber man fühlt sich schrecklich faul und möchte es eigentlich gerne selbst machen. Trotzdem wurde mir immer wieder gesagt, dass ich es stehen lassen soll.
Generell hat es mir bei der Gastfamilie gut gefallen ;)!

Wie hast Du Dich durch das Praktikum im Ausland weiterentwickelt?

Ich habe nun auf jeden Fall kein Bammel mehr, alleine in ein fremdes Land zu gehen.
Auch wenn ich es nicht wirklich merke, ich denke (und HOFFE), dass sich mein Englisch verbessert hat. Auf jeden Fall spreche ich nun fließender, da ich lockerer damit umgehe, ob ich Fehler mache oder nicht. Hoffentlich bleibt das daheim auch so.
Hier in Derry habe ich vor allem durch die Sprachschule neue Freunde gefunden und stehe weiterhin mit ihnen in Kontakt. So bleibt man im Englischen drin.

Highlights

Highlights

  • Frau Würfel ist klasse, man kann sie immer fragen :)!
  • Finanzielle Unterstützung (Reisekosten)
  • Möglichkeit, die Sprachschule dazu zu buchen
Downsides

Downsides

  • Absprache mit der Schule (Die Uhrzeiten für Treffen waren teilweise falsch.)
  • Freunde hatten eine komplett falsche Arbeitskleidung-Angabe im Vorfeld bekommen und haben dementsprechen falsch gepackt und mussten daher ordentlich ins Geld greifen.
  • Man bekommt von der Schule nicht genug Kopien von den einzurechenden Dokumenten und muss öfter hinterherlaufen.
  • Es sollte in der Mitte des Praktikums ein Treffen mit einem Verantwortlichen in der Schule geben, um zu klären ob alles okay ist auf der Arbeit. Es hat nie stattgefunden und wurde auch nie wieder erwähnt.
Facts

Facts

  • Ich habe vor Ort ca. 400-500 € zusätzlich ausgegeben.
  • Verständigungsprobleme mit den Einheimischen vor Ort: manchmal
  • Ich würde vielleicht noch einmal fahren.
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