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Reisebericht von Anica

Aus Gzira (Malta) als Industriekauffrau bei LESA

07.11.2018
Reisebericht von Anica
Welche Aufgaben wurden Dir in der Abteilung übertragen und entsprachen sie Deinen persönlichen Vorstellungen?

Zu meinen Aufgaben zählten der Postein- und -ausgang. Dabei mussten Listen mit wegzuschickenden Briefen abgeglichen werden und zusätzlich einige in ein Postausgangsbuch geschrieben. Außerdem mussten Briefe im Posteingangsbuch erfasst und gestempelt werden. Ich habe viel gescannt, abgeheftet, sortiert usw. Dabei wurde leider selten etwas erklärt. Auf Nachfrage bekamt man aber eine Antwort. Leider war nicht immer jemand verfügbar, um zu fragen. Des Weiteren habe ich hin und wieder kleine Zusatzaufgaben bekommen, die aber nicht anspruchsvoller waren. Dabei handelte es sich viel um Abgleichen und Sortieren. Alles in allem war die Arbeit sehr anspruchslos, was mich zusätzlich ärgerte, da ich ursprünglich in ein Marketingunternehmen wollte, bei dem ich etwas lerne, was mir mein Betrieb nicht bieten kann. Aber positiv betrachtet, hatte ich 2 weitere Praktikanten an meiner Seite, weswegen die Arbeit relativ schnell gemacht war und man seine Freizeit noch etwas nutzen konnte, um Land und Leute kennenzulernen.

Wo hast du gewohnt? Wie bist Du mit Deinen Mitbewohnern klar gekommen?

Ich habe in einem Apartment mit überwiegend 5 anderen Deutschen zusammen gelebt (also keine internationale WG wie ausgeschrieben). Trotz des Altersunterschiedes kamen wir sehr gut miteinander klar und haben teilweise Ausflüge zusammen unternommen. Das Apartment war notdürftig ausgestattet, aber gut gelegen (kurzer Weg zum Hafen, zwischen Sliema und Valletta). Abends war es manchmal etwas zu laut und ich hatte Probleme einzuschlafen. Da jeder unterschiedlich begann zu arbeiten, blieben einige länger wach. Das Apartment hat einen langen, gefließten Flur, weswegen ich in meinem Zimmer jedes Wort aus dem Küchen-Wohnzimmer verstand.

Wie hast Du Dich durch das Praktikum im Ausland weiterentwickelt?

Ich habe eine neue Kultur kennengelernt und die Einstellung zur Arbeit der Malteser. Außerdem war das Anwenden der englischen Sprache mal wieder sehr gut und ein paar Vokabeln aus dem Büroalltag konnte ich auffrischen und teils neu dazu lernen. Besonders gut ist die größtenteils entspannte Stimmung bei der Arbeit, die ein angespannter, immer Arbeit gewöhnter Deutscher erst einmal annehmen zu lernen muss.

Highlights

Highlights

  • George (und Joe) war sehr freundlich & immer ansprechbar
  • Kennenlernen neuer (Arbeits-)Kultur
  • organisierter Ausflug von George nach Gozo
  • günstige Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten
  • Anwendung der englischen Sprache
Downsides

Downsides

  • nur Deutsche in WG
  • war arbeitstechnisch nicht befriedigend
  • Ausstattung des Apartments
Facts

Facts

  • Ich habe vor Ort ca. 400-500 € zusätzlich ausgegeben.
  • Verständigungsprobleme mit den Einheimischen vor Ort: überhaupt nicht
  • Ich würde immer wieder gern noch einmal fahren.
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