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Reisebericht von Julia

Aus Guadalajara (Spanien) als Lacklaborantin bei BASF Coatings GmbH

06.11.2019
Reisebericht von Julia
Welche Aufgaben wurden Dir in der Abteilung übertragen und entsprachen sie Deinen persönlichen Vorstellungen?

Die Aufgaben in meiner Abteilung waren sehr vielfältig. Ich war mit meinen Kollegen im Labor und wir haben Lacke eingewogen oder für die Applikation vorbereitet. Am nassen Lack haben wir verschiedene Tests durchgeführt, wie die Viskosität einstellen, den elektrischen Widerstand messen, die Dichte oder den pH-Wert bestimmen. Am trockenen Lackfilm haben wir nach der Applikation unterschiedlichste Prüfmethoden angewandt, z. B. den Gitterschnitt oder Dampfstrahl zur Überprüfung der Haftung, die Härtebestimmung mittels Pendel oder die Simulation der Wirkung einer Waschanlage auf den Autolack. An anderen Tagen haben wir Kunststofftafeln aus Autotüren geschnitten. Die ermittelten Ergebnisse musste ich dann mit Word, Excel oder durch Fotos dokumentieren. Meine Aufgaben haben mir sehr gut gefallen und passten super zu meinem Ausbildungsberuf.

Wo hast du gewohnt? Wie bist Du mit Deinen Mitbewohnern klar gekommen?

Da ich als Selbstorganisierer am Erasmus+ Programm teilgenommen habe, hat sich mein Ausbildungsbetrieb um die Unterkunft gekümmert. Ich habe alleine in einem Appartment gewohnt, welches super gelegen war. Ein Supermarkt, die Autobahn, ein Shoppingcenter, der Bahnhof und die Busstationen zur Arbeit und nach Madrid waren sehr nah. Alles war sauber und ich hatte sogar eine Waschmaschine, eine Spülmaschine und eine Klimaanlage. Am Wochenende war es manchmal etwas einsam für mich, aber ich bin meist nach Madrid oder in andere Städte der Umgebung gefahren. Zudem haben meine Kollegen mich sehr gut aufgenommen, z. B. wurde ich auf eine spanische Hochzeit oder zum Abendessen bei einem Kollegen und seiner Familie eingeladen. Somit habe ich zwar alleine gewohnt, war aber nicht wirklich alleine. Es lohnt sich allerdings für ein oder mehrere Wochenenden ein Auto zu mieten und ein paar Städte zu erkunden die nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, denn Spanien ist sehr vielseitig und hat wunderschöne alte Städte.

Wie hast Du Dich durch das Praktikum im Ausland weiterentwickelt?

Für mich persönlich war das Auslandspraktikum eine sehr schöne Erfahrung. Ich habe eine neue Kultur, Arbeitsweise, Sprache und ein neues Land gennengelernt und bin selbst viel offener geworden. Ich bin dankbar für die neuen Erfahrungen, Erinnerungen und Freunde die ich in Spanien gewinnen konnte. Mein Englisch konnte ich sicherlich etwas verbessern und ich traue mich etwas mehr einfach drauf los zu sprechen. Obwohl nur sehr wenige Spanier bei mir auf der Arbeit Englisch sprechen konnten, hat die Kommunikation immer sehr gut geklappt und irgendwie haben wir uns trotzdem verstanden. Ich bin sehr froh, dass ich mich für das Auslandspraktikum entschieden habe.

Highlights

Highlights

  • Atmosphäre bei der Arbeit/Kollegen
  • Kommunikation auf Englisch
  • Zeit am Wochenende das Land zu erkunden
  • Eine neue Kultur kennenlernen
  • Fahrkarte für den Großraum Madrid (nur 20€/Monat)
Downsides

Downsides

  • Busstationen nur schlecht bis gar nicht benannt in Guadalajara
  • Restaurants öffnen erst relativ spät
Facts

Facts

  • Ich habe vor Ort ca. 400-500 € zusätzlich ausgegeben.
  • Verständigungsprobleme mit den Einheimischen vor Ort: überhaupt nicht
  • Ich würde immer wieder gern noch einmal fahren.
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