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Reiseberichte

Reisebericht von Nicole

Reisebericht von Nicole

Aus Msida (Malta) als Industriekauffrau bei UPS/MAL Services Ltd

26.07.2021

Welche Aufgaben wurden Dir in der Abteilung übertragen und entsprachen sie Deinen persönlichen Vorstellungen?

Ich habe während meines dreiwöchigen Aufenthaltes in Malta mein Praktikum in einem Tochterunternehmen des Kurier-Dienstleisters UPS absolviert.
Meine Haupttätigkeiten waren dabei typische Verwaltungsaufgaben, wie das Einpflegen von Dokumenten im internen PC-System (Digitalisieren der Papierakten), Erstellen und Ausfüllen von Excel-Tabellen (z.B. zur Paketverfolgung oder Rechnungserstellung) und sonstige unterstützende Aufgaben.
Die Aufgaben waren weniger anspruchsvoll, als die in meinem Ausbildungsunternehmen in Deutschland, was ich mir aber auch im Vorhinein so vorgestellt habe, und wurden mit der Zeit etwas eintönig.
Dafür haben meine Arbeitskollegen mit interessanten Gesprächen und gelegentlichen Witzen den Arbeitsalltag aufgelockert und so etwas Abwechslung hineingebracht. Ich habe mich sehr gut integriert gefühlt und meine Mentorin im Betrieb hat sich super um alles gekümmert.

Wo hast du gewohnt und wie bist Du mit Deinen Mitbewohnern klar gekommen?

Meine Unterkunft war in Msida, einer kleineren Stadt, etwas abgelegen vom touristischen Geschehen.
Trotzdem war sie sehr zentral und alles war gut zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar.
Die Wohnung hatte alles, was man brauchte, war jedoch ziemlich alt und klein. Man gewöhnte sich aber daran und hat letztendlich sowieso nicht viel Zeit drinnen verbracht.
Ich habe mit drei Mädchen aus unterschiedlichen Ländern zusammengewohnt (eine weitere Deutsche, eine Italienerin und eine Französin) und habe mich super mit ihnen verstanden, wobei die Sprache so gut wie nie ein Problem darstellte.
Meine größte Angst vor der Reise war, dass man sich vielleicht überhaupt nicht gut leiden kann o.ä., aber diese war im Nachhinein total unberechtigt, da man total lieb aufgenommen wurde.
Es war eine super spannende Erfahrung, mal in einer Wohngemeinschaft mit Leuten aus unterschiedlichen Kulturen zu leben.

Wie hast Du Dich durch das Praktikum im Ausland weiterentwickelt?

Ein Ziel von mir war es, die englische Sprache zu verbessern. Im Ausbildungsbetrieb gestaltete sich das leider etwas schwierig, da meine Kollegen untereinander Maltesisch gesprochen haben und nur mit mir Englisch geredet wurde. Wenn mir aber Aufgaben erklärt wurden oder ich mich mit meinen Kollegen unterhalten habe, hat es super funktioniert und es gab kaum Verständigungsprobleme.
Der größere Faktor beim Englisch verbessern war die Freizeit in Malta und dabei war speziell die Verständigung innerhalb der Wohngemeinschaft eine große Hilfe.
Auch Veranstaltungen, bei denen man andere Erasmus Schüler/Studenten etc. kennenlernt, waren dabei sehr hilfreich, weil man ganz einfach ins Gespräch kam, ohne sich vorher großartig Gedanken zu machen (z.B. English Cafe Malta).
Solche Veranstaltungen und der Fakt, dass man auf viele neue Menschen trifft, haben mich selbstsicherer und offener gemacht. Es fällt mir jetzt einfacher, auf Leute zuzugehen und Hemmungen beim Reden auf Englisch zu verlieren.
Die Zeit auf Malta hat mich selbstständiger und selbstbestimmter gemacht und ich bin mir sicher, dass diese Effekte bei einem längeren Aufenthalt noch stärker gewesen wären.
Ich kann nur jedem empfehlen, so eine Erfahrung selbst zu machen!

Highlights

  • Mitbewohnerinnen
  • viele neue Leute kennenlernen
  • Mittelmeer-Atmosphäre
  • Mentorin im Praktikumsbetrieb

 

Downsides

  • Maltesische Unterhaltungen im Praktikumsbetrieb
  • etwas eintönige, nicht anspruchsvolle Aufgaben

 

Facts

  • Ich habe vor Ort ca. 300-400 € zusätzlich ausgegeben.
  • Verständigungsprobleme mit den Einheimischen vor Ort: selten
  • Ich würde immer wieder gern noch einmal fahren.